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Weidenkätzchen schneiden - so geht es richtig

Weidenkätzchen schneiden - so geht es richtig

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Das Weidenkätzchen richtig schneiden

Weidenkätzchen stellen im Frühjahr das Grundnahrungsmittel für Bienen dar und müssen nach der Blüte geschnitten werden. Ihre Bezeichnung rührt von der Ähnlichkeit mit weichen Kätzchen her, während es sich bei der Pflanze selbst um eine Weidenart handelt. Die genaue Bezeichnung ist hier Kätzchenweide oder Salix caprea, während die Kätzchenweide aber auch unter den Bezeichnungen Palmweide oder Palmkätzchen bekannt ist. Grund ist die Verwendung der Zweige für die sogenannten Palmbuschen, welche traditionsgemäß zum Palmsonntag gebastelt werden. Werden die Zweige zum Gründonnerstag geschnitten und zusammengebunden, können sie am Karfreitag mit hübschen Ostereiern geschmückt werden.

In ihrem Aussehen zeichnet sich die Kätzchenweide durch die flauschigen Blüten im Frühjahr (März) aus, die als Weidenkätzchen bezeichnet werden. Diese treiben noch vor den Blättern aus und stellen daher nach dem Winter die erste Nahrungsquelle für verschiedene Insekten dar. Der Stamm der Kätzchenweide wächst sehr langsam und eher breit als hoch. Der obere Bereich entwickelt sich zu einer Krone in Bogenform, die mit ihrer vollen Blütenbracht sehr hübsch anzusehen ist. Bei den Blüten wird zwischen männlichen (gelb) und weiblichen (weiß) Kätzchen unterschieden.

 

Hängende Weidenkätzchen - Der Pflegeschnitt

Da die Blüte bereits im März und April stattfindet, muss das Weidenkätzchen rechtzeitig gepflegt werden, damit es mit seinen weichen Blüten lange Freude bereitet. Wir der Strauch nicht rechtzeitig geschnitten, verliert er seine Blühfreudigkeit. Nach dem Austreiben der Blätter deckt die ausladende Krone die unteren Zweigbereiche ab, wodurch diese schnell kahl werden können. Das Schneiden ist daher ein wichtiger Teil der Baumpflege bei Weidenkätzchen.


Zurückschneiden der Zweige

Das Zurückschneiden der einzelnen Zweige sollte unmittelbar nach der Blüte erfolgen. Dabei wird bis zum Ansatz zurückgeschnitten. Die Form der Weide wächst sehr schnell.


Düngen des Baum

Nach dem Schnitt sollte der Baum natürlich gedüngt werden. Hornspäne stellt dabei einen guten Langzeitdünger an, der nicht nur großzügig sondern auch vielfältig eingesetzt werden kann.

 

Einmulchen der Weide

Die abgeschnittenen Zweige können geschreddert werden und in dieser Form zum Einmulchen der Weide Verwendung finden. Beim sogenannten Mulchen wird auf dem Boden um die Weide herum, geschreddertes und unverrottetes organisches Material verteilt. Dabei kann es sich um Zweige oder Blätter handeln, die am Ende die Fruchtbarkeit des Bodens erhöhen.

Spätestens nach drei bis vier Wochen finden sich an den Astansätzen die grünen Knospen. Da die frischen Zweige sehr schnell nachwachsen, zeigt sich bereits im Sommer die typische Form der Kätzchenweide. Im November lassen sich dann die ersten Kätzchenknospen blicken, die im Frühjahr mit vielen tollen Weidenkätzchen überraschen.

 

Weidenkätzchen als Strauch oder Baum


Findet das Weidenkätzchen als Baum oder Strauch Verwendung, kann es eine beachtliche Höhe von bis zu 15 Metern erreichen. Die bizarre Form eignet sich aber eher weniger für eine moderne Vorgartengestaltung.

Die Weidenkätzchen treiben sehr stark aus und können sich mit Stecklingen unkompliziert vermehrt werden. Werden die Zweige als Osterstrauß verwendet, bilden sie nach dem Verblühen ihre Wurzeln. Auch die Pflege gestaltet sich sehr unkompliziert, da sich die Bewässerung der Pflanze auf große Trockenperioden beschränkt. Hinzu kommt das Verschneiden des abgestorbenen Holzes. Bewusstes Schneiden der Pflanze kommt nur zum Einsatz, wenn die Wuchsform beeinflusst wird oder die Größe des Weidenkätzchens überhand nimmt.v