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Abgeschnittene Obstbaumzweige zum Blühen bringen

Abgeschnittene Obstbaumzweige zum Blühen bringen

Blühende Obstbaumzweige – so kommt der Frühling schon im Winter

Viele Traditionen überdauern Jahrhunderte – so auch derBrauch des Barbarazweigs, eines schon im Winter erblühenden Kirschzweigs. Dabei werden zum Barbaratag am 4. Dezember Kirschzweige abgeschnitten und ins Wasser gestellt. Wenn sie bis Heiligabend Blüten tragen, gelten diese als ein Zeichen für Glück im kommenden Jahr. Dahinter steckt allerdings eine traurige Geschichte: Im Gewand der Heiligen Barbara soll sich der Überlieferung nach ein Kirschzweig verfangen haben, als sie ins Gefängnis gebracht wurde. Sie behielt ihn und stellte ihn ins Wasser. Zu ihrer Verurteilung soll er dann der Legende nach geblüht haben. Der Tradition nach bleiben die Zweige bis nach dem Weihnachtsfest stehen, meist bis zum Dreikönigstag.

Wärme und Wasser lassen Zweige erblühen

Neben dem üblichen Tannengrün sind die eigentlichen Frühjahrsblüher mit ihren intensiven und unerwarteten Farben ein echter Blickfang im Winter. Doch nicht nur Kirschzweige, sondern auch viele andere Zweige vom Obstbäumen können bereits in der kalten Jahreszeit ihre Blütenpracht zeigen. Am besten eignen sich Zweige mit vielen Knospen. Die Voraussetzungen für das verfrühte Frühlingserwachen sind nicht besonders schwierig zu erfüllen: Sie benötigen nur eine warme Umgebung und Wasser. Durch die Wärme wird der Frühling imitiert und die Blüten kommen viel eher zum Vorschein als in der freien Natur. Diese haben sich nämlich bereits im vergangenen Sommer oder Herbst gebildet.

Mit dieser Erblühmethode können Sie bereits Wochen vor dem Frühjahrsbeginn die Zweige von beispielsweise Forsythien, Pfirsich- und Apfelbäumen in voller Pracht bewundern. Auch die erblühenden Hölzer von Birken, Korkenzieherweiden und Palmkätzchen sind eine schöne Zierde für jeden warmen Raum Ihrer Wohnung, wenn draußen noch alle Bäume kahl sind. Früher haben übrigens auch Obstbauern diese Eigenschaft der Zweige genutzt. Mittels der Blütenanzahl konnten sie feststellen, ob ein ertragreiches Jahr zu erwarten war und inwiefern ihre Bäume unter dem Frost gelitten hatten. Auch als Liebesorakel diente der Brauch unter anderem.

Tipps für eine verfrühte Blütenpracht

Damit das Frühlingserwachen der Zweige gelingt, müssen sie während frostiger Temperaturen abgeschnitten werden. Ist es Anfang Dezember noch zu warm, erfüllt auch eine Nacht in der Tiefkühltruhe diese Bedingung. Danach sollten sie einen Tag lang in einem kühlen Raum verbringen. Die Zweige müssen nämlich erst ihre Frost-Hemmstoffe abbauen, bevor das Blühen angeregt werden kann – und dafür muss es erst einmal Frost gegeben haben. In der darauffolgenden Nacht sollten Sie die Obstbaumzweige, am besten in Zeitungspapier eingewickelt, in lauwarmem Wasser baden. Unten frisch angeschnitten können sie das Wasser am besten aufnehmen. Am folgenden Tag oder wenn die Knospen langsam anschwellen, können Sie die Zweige in eine Vase stellen. Der Raum sollte zwar warm sein, aber neben oder auf der Heizung sollte die Vase nicht stehen. Dort werden die Zweige schnell zu trocken. Wenn Sie das Wasser jeden Tag wechseln, steigt die Chance, dass die Hölzer bald Blüten und Blätter tragen. Damit sich keine Bakterien bilden, sollten Sie die Vase regelmäßig reinigen. Es ist auch ratsam, die Zweige von Zeit zu Zeit mit Wasser einzusprühen, damit sie nicht austrocknen.

Nach fast drei Wochen – auszugehen ist von etwa 20 Tagen – sollten die Blüten erscheinen und einen Hauch von Frühling und Lebendigkeit in die Winterzeit und Ihre Wohnung bringen. Abgelöst vom Brauch um die Heilige Barbara sind an einem frühen Osterfest die blühenden Obstbaumzweige in der Vase ebenfalls eine schöne Dekoration. So lassen sich die kalten Monate des Jahres farbenfroh überbrücken, bis es endlich wärmer wird.


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