Lampe aus Flaschenkürbis (Kalebasse) herstellen

Lampe aus Flaschenkürbis (Kalebasse) herstellen

Lampe aus Flaschenkürbis (Kalebasse) herstellen

Seit Tausenden von Jahren werden Kürbisse gezüchtet, gegessen aber auch für die Erzeugung von Gebrauchsgegenständen verwendet. Manche Völker machen auch heute noch Musikinstrumente, Schüsseln, Kellen oder Gefäße zum Wassertransport daraus. Eine ganz besonders schöne Art der Verarbeitung eines Kürbisses ist die Erzeugung einer Lampe. 

Aus einem Flaschenkürbis, auch Kalebasse genannt, kann mit viel Geduld, Geschick und Fingerfertigkeit eine einzigartige, zauberhafte Lampe entstehen. Dazu sucht man einen größeren, ausgereiften Kürbis aus, dessen Form schön und ansprechend aussieht. Dieser Kürbis muss jetzt an der Luft trocknen. Das kann schon eine Weile dauern. Damit der Flaschenkürbis wirklich trocken und holzähnlich wird, ist es am besten, ihn hängend zu trocknen. Dazu eignet sich der Rest des Stängels, der an den Kürbissen ist. Mindestens drei Monate Geduld ist jetzt angesagt.

Ein trockener Flaschenkürbis ist außen fleckig und rau. Um ihn schön und glatt zu bekommen, kommt er in ein Wasserbad, in dem die Haut aufgeweicht wird. Dann wird er mit einem Schaber oder einem Messer von der aufgeweichten Haut befreit, also abgeschabt. Mit Stahlwolle wird vorsichtig nachgearbeitet, und zum Vorschein kommt eine schöne, glatte Frucht mit einer meist gelblichen Farbe. 

Im nächsten Arbeitsschritt muss der Kürbis ausgehöhlt werden. Dazu wird an der Unterseite ein Loch mit einem Durchmesser von etwa zehn Zentimetern gebohrt oder geschnitten. Hier kommt später die Lichtquelle in die Lampe. Durch dieses Loch wird der Kürbis aber vorerst von Kernen und dem eingetrockneten Fruchtfleisch befreit. Auch dazu wird viel Geduld benötigt, denn die Lampe wird nur dann richtig schön, wenn alles Vertrocknete herausgeputzt wird. Ein Drahtbürstenaufsatz für Bohrmaschinen ist dazu ein hilfreiches Werkzeug. Etwa einen Zentimeter dick ist der fertig ausgehöhlte Kürbis

Jetzt kommt die kreative Arbeit. In den Kürbis werden Muster gebohrt oder geschnitten. Am einfachsten ist es, wenn man mit einem Zirkel Kreise vorzeichnet, die dann herausgebohrt werden. Auch das Einbohren von vielen kleinen Löchern entlang des vorgezeichneten Kreises ist eine Möglichkeit. Auch spiralförmige Muster sind sehr schön und für den Anfang nicht zu schwer. Geometrische Muster, moderne, geradlinige, geschwungene, orientalische Formen, alles ist möglich und kann genau auf den Raum abgestimmt werden, in dem die tolle Lampe einmal leuchten wird. Für fortgeschrittene Lampenbauer eignen sich nach Lust und Laune auch Blumen, Sterne, Fische, Eulen usw. Es gibt sogar Flaschenkürbis-Lampen, die mit Buchstaben, Bäumen oder der Blume des Lebens verziert werden. Das ist dann schon richtige Kunst und verlangt sehr viel Übung. Viele Anregungen dazu gibt es im Internet. 

Die Lampe wirft durch die Lochmuster wunderschönes Licht an die umgebenden Wände. Entweder lässt man es so, oder man steckt Glasperlen in passender Größe oder sogar Swarovski-Steine in die ausgebohrten Löcher. Diese Steine werden nicht verklebt, sondern nur gesteckt, so können die Farben auch ausgewechselt werden. Es bleibt jedem überlassen, wie er diese stimmungsvolle, zauberhafte Beleuchtung genießen möchte. Durch die Glasperlen kommt Farbe ins Spiel und die Lampe kann buntes Licht geben oder sogar glitzern.

Am Schluss kann man die Kürbislampe noch mit klarem Lack lackieren oder die Lampe auch zu den Lochmustern noch bemalen, ganz nach persönlichem Geschmack. Jede der Flaschenkürbislampen ist schon alleine deswegen ein Unikat, weil es keine zwei ganz gleichen Früchte gibt. 

Als Lichtquelle verwendet man am besten einen in jedem Baumarkt erhältlichen Holzfuß mit einer LED-Lampe, da LEDs kaum Wärme erzeugen. Auch eine Verwendung als Hängelampe ist natürlich möglich. Bei vorsichtigem Umgang mit dieser zerbrechlichen Lampe ist jahrelange Freude damit garantiert. Kürbislampen sind nur für den Innenbereich geeignet und sollen vor Feuchtigkeit geschützt werden. Bei lackierten Lampen ist ein Abwischen mit einem leicht angefeuchteten Tuch natürlich möglich.