Kürbisse für Kanninchen, Meerschweinchen und Co.

Kürbisse für Kanninchen, Meerschweinchen und Co.

 

Welche Kürbisse dürfen verfüttert werden?


Kürbisse sind eine Leckerei – auch für Kaninchen, Meerschweinchen und Co. Welche Sorten und Bestandteile der Frucht die kleinen Nager am besten vertragen, erfahren Sie im Folgenden. 

Hokkaido und Butternut in kleinen Mengen

Generell gilt: fast alle Kürbisse, die für Menschen geeignet sind, können zur Fütterung von Kaninchen oder Meerschweinchen verwendet werden. Die Nager mögen je nach Sorte sogar die Blätter, die Blüten und die Schale. Allerdings sollten Sie Ihren Tieren nur junge Blätter verfüttern, denn alte Blätter sind nicht selten von Schädlingen befallen. Außerdem sollte die Frucht roh und nicht gekocht sein, denn in der freien Wildbahn gibt es schließlich auch kein gares Futter für die Nager. 
Diese Kürbissorten eignen sich für Meerschweinchen: 

- Hokkaido
- Butternut-Kürbis
- Muskatkürbis
- Spaghettikürbis 
- Horngurke

Nicht verfüttert werden sollten Zierkürbisse. Die Früchte beinhalten den Stoff Cucurbitacin, welcher sie für Mensch und Tier ungenießbar macht. Es gibt zwar einige Rezepte, mit denen sich Zierkürbisse aufpeppen lassen, an Meerschweinchen und Kaninchen sollten sie dennoch nicht verfüttert werden.
Normale Kürbisse können dagegen bedenkenlos verfüttert werden, allerdings nur in geringen Mengen und für die Tiere gewaschen und vorbereitet. Außerdem sollten Sie langsam anfüttern und darauf achten, dass das Tier den Kürbis verträgt. 
Im Herbst können Sie günstig einen Wintervorrat an saftigen Kürbissen für Ihre Nager anlegen. Halloween-Kürbisse sind klassische Speisekürbisse und dürfen dementsprechend auch verzehrt werden – von Tier und Mensch. 

Kürbis fürs Kaninchen – mit oder ohne Schale?

Kürbisse können mit Schale verfüttert werden, wenn es sich um ungespritzte Biofrüchte handelt. Andernfalls wird die Schale vor der Fütterung am besten entfernt oder zumindest gründlich gewaschen. Dasselbe gilt für die Kerne, die allerdings nicht allen Tieren schmecken und aufgrund ihrer geringen Größe schnell zwischen den Zähnen stecken bleiben. Tipp: Kürbiskerne rösten und trocknen lassen. Das macht den Snack leichter verdaulich, während die gesundheitlichen Vorteile bestehen bleiben.

Meerschweinchen, Kaninchen, Chinchillas und andere Nager fressen also fast alle Kürbissorten, mögen allerdings nur bestimmte Teile der orangenen Frucht besonders gern, und auch diese nur in geringen Mengen. Ursache ist der hohe Anteil an Zucker und Kalium.

Das ist drin im Kürbis 

Ein normaler Speisekürbis enthält unter anderem eine Menge Kalorien, verschiedene Vitamine und Mineralien – und durchschnittlich fast drei Gramm Zucker. Problematisch ist eigentlich nur der Zuckeranteil, denn der sorgt dafür, dass Meerschweinchen und andere Nagetiere nur geringe Mengen Kürbis vertragen. Zu viel Kürbis kann den Tieren unter Umständen Magenschmerzen und Verdauungsschwierigkeiten bereiten.
Daneben enthält ein Kürbis Zink und Kalium. Beides ist in den Blättern der Frucht zu finden und sollte ebenfalls nur in geringen Mengen verzehrt werden. Am besten eignen sich die Blätter als kleiner Kürbis-Knabbersnack für Zwischendurch.