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Herstellung einer Flasche aus einem Flaschenkür...

Herstellung einer Flasche aus einem Flaschenkürbis

Herstellung einer Flasche aus einem Flaschenkürbis

 

Eines der ältesten Kulturpflanzen ist der Flaschenkürbis. Funde aus Mexiko, Südamerika und Afrika belegen, dass frühe Kulturen bereits vor 7000 Jahren diese Frucht nutzten. Durch die große Vielfalt ihrer Form wurden aus den Früchten Schalen, Gebrauchsgegenstände und Vorratsbehälter hergestellt. Getrocknet und ausgehöhlt ist die Schale stabil und hält Stößen stand. Einmal ausgetrocknet ist die harte Schale wasserdicht. Im Sommer kühlt eine Flasche aus der Kalebasse, im Winter hält sie Speisen und Getränke lange warm. Im Sinne des nachhaltigen Denkens ist es eine Option, eine Vorratsflasche selbst herzustellen. Bringen Sie etwas Zeit und Geduld auf. Den Rest erledigt die Natur selbst.

 

Auswahl des Flaschenkürbisses

Die zum Teil bizarr anmutenden Flaschenkürbisse erhalten ihre Form durch die Art, wie sie wachsen. Die Kürbisse sind Rankpflanzen. Haben sie einen Halt, entwickeln die hängenden Früchte ihre typische Form einer Birne. Die herabhängenden Kalebassen können recht schwer werden und sollten abgestützt werden. Liegt die Mutterpflanze am Boden, verschnörkeln sie zu kuriosen Formen. Kleinere Arten haben einen Durchmesser von nur fünf Zentimetern. Bekannt sind aber auch Giganten von zwei Meter Länge mit einem enormen Umfang. Wenn die jungen Früchte beim Wachsen um einen Holzstab gebunden werden, entsteht eine spindelförmige Frucht. Regelmäßiges Drehen unterstützt dieses Wachstum. Es gibt zwei einfache Verfahren, eine Flasche aus einem Flaschenkürbis herzustellen.

 

Herstellung einer Flasche durch Trocknen der Kalebasse

Erst mit der Reife der Frucht verhärtet sich die zunächst weiche, behaarte Schale. Dabei vertrocknet das wässrige Fruchtfleisch zu einer papierähnlichen Konsistenz. Ernten Sie die Früchte erst, wenn die Blätter anfangen zu welken. Zu dem Zeitpunkt ist die Schale ausreichend verholzt. Schneiden Sie den reifen Flaschenkürbis direkt am Pflanzenstiel ab. Sie können ihn bequem mit einem Gärtnerbast zum Trocknen aufhängen. Sorgen Sie für ein trockenes Raumklima und vermeiden Sie einen zu schnellen Trockenvorgang durch eine direkte Sonneneinstrahlung. Das Trocknen ist von der Größe der Frucht und von der Feuchte im Raum abhängig. Bei diesem Vorgang befällt gerne ein Schimmelpilz den Kürbis. Mit einem Drahtschwamm aus der Küche und etwas Wasser ist er später schnell beseitigt. Zwischen drei Monaten und einem Jahr benötigt der Kürbis, um bereit zu sein, aus ihm eine dekorative Flasche zu fertigen. Tipp: Im Winter sind trocknende Kalebassen am Kamin eine stimmungsvolle Dekoration und sorgen für ein ausgewogenes Raumklima.

 

Der Flaschenkürbis wird zur Flasche

Da die Frucht selbst die meiste Arbeit übernommen hat, kann das getrocknete Innere leicht entfernt werden. Den richtigen Trockengrad erkennen Sie daran, dass die Kerne im Inneren rasseln, wenn Sie die Frucht schütteln. Um die Kürbisse bearbeiten zu können, entfernen Sie die äußere, weiche Haut mit einem Drahtschwamm. Mit einer Feinsäge schneiden Sie so viel vom Hals ab, dass die recht großen Kerne herausfallen. Füllen Sie jetzt Kieselsteine durch die Öffnung hinein und schütteln den Kürbis. Die Steine zerkleinern die vorhandene trockene Substanz und die übrig gebliebenen Kerne. Abschließend sorgt etwas Sand und die Bewegung für eine glatte Oberfläche im Inneren der Flasche. 

Haben Sie die Öffnung am Hals klein genug gelassen, verschließt ein normaler Korken Ihre neue Weinflasche. Für umweltbewusste Menschen ein Tipp: Diese Art von wasserdichten Flaschen ist ohne Schadstoffe und kompostierbar.

 

Schnelle Herstellung einer Flasche durch Wässern des Flaschenkürbisses

Eine etwas ungewöhnliche aber schnelle Methode ist das Wässern der frisch geernteten Kalebassen. Durch eine kleine Öffnung entfernen Sie grob die Kerne, geben etwas Erde hinein und vermischen mit einem Stab das noch weiche Fruchtfleisch. Danach füllen Sie Wasser ein und tauchen den Kürbis vollständig unter Wasser. Die Kalebasse muss immer mit Wasser bedeckt sein. Die Oberhaut und das Innere verfaulen. Achtung: Der Fäulnisgeruch ist enorm und sicher nicht jedermanns Sache. 
Ein verschließbares Gefäß schafft bedingt Abhilfe. Bei mittleren Temperaturen ist der Faulungsprozess nach zwei bis drei Wochen abgeschlossen. Mehrmaliges Wässern beseitigt dauerhaft den anfänglich strengen Geruch. Danach können Sie wie gewohnt trocknen und die neue Flasche aus der Kalebasse bearbeiten.


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