Halloweenkürbisse aushöhlen und schnitzen

Halloweenkürbisse aushöhlen und schnitzen

Halloweenkürbisse aushöhlen und schnitzen

Die Herbstzeit ist Kürbiszeit – und inzwischen hat auch die amerikanische Halloween-Tradition ihren Weg in die deutschen Fenster und Vorgärten gefunden. Sehr zur Freude aller, die Spaß an außergewöhnlichen und kreativen Dekorationen und Gerichten haben.
Wie wäre es, wenn man in dieser Hinsicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt und einen Kürbis aushöhlt und durch Schnitzen in ein Halloween-Highlight verwandelt?
Mit den folgenden Tipps gelingt es garantiert.


Sage mir, welchen Kürbis du nehmen willst …

und ich sage dir, ob es funktioniert. Denn obwohl es Kürbisse Hunderten Formen und Farben gibt, eignen sich nicht alle Varianten gleich gut zum Aushöhlen und Schnitzen.

Optimal sind große, orange Kürbisse: Kleinere Kürbisse auszuhöhlen und zu verarbeiten ist insbesondere für kleinere Kinder oft deutlich komplizierter und frustrierender. 
Da die Arbeit aber keine reine Arbeit, sondern vor allem ein kurzweiligen Vergnügen sein soll, fährt man mit größeren Exemplaren besser. In diesem Rahmen eigenen sich insbesondere die Sorten Aspen, Early Harvest, Howden, Neon oder Rocket.
Und wenn ein Erwachsener mit anfasst oder einen Kürbis komplett alleine bearbeitet, funktioniert es durchaus auch mit einer kleineren Variante. Vielleicht steht dann demnächst sogar eine ganze Halloween-Kürbis-Familie in verschiedenen Größen vor der Haustür?


Die ersten Schritte auf dem Weg zum Halloween-Kürbis

Wie bei anderen handwerklich-künstlerischen Arbeiten kommt es beim Kürbisschnisschnitzen auf Fingerspitzengefühl, Geduld und das richtige Timing an.
Daher bietet sich ein Kürbiskauf mehrere Tage vor Halloween an, damit der Kürbis nach dem Aushöhlen und Bearbeiten noch etwas austrocknet.

Sobald mit einem scharfen Messer beziehungsweise einer Ast- oder Stichsäge ein Deckel aus dem Kürbis getrennt wurde, lässt sich der Inhalt mit einem Löffel oder Eisportionierer und gut dosierter Kraft meist problemlos auslöffeln.
Beim Deckel ist zu beachten, dass der Schnitt keilförmig nach innen gehen sollte; ein entsprechendes Vorgehen verhindert später, dass der Deckel ins Innere des Kürbis' kippt und in unfreiwilligen Kontakt mit Kerzen oder anderen Beleuchtungsmitteln kommt.

Bevor es dann mit der echten Schnitzarbeit weitergeht, lohnt es sich, eine Zweigstelle der Kürbisverarbeitung zu eröffnen, in der der Kochlöffel geschwungen wird: Das Fruchtfleisch macht sich in Kürbis-Orangen-Kokos-Muffins oder einer pikanten Kürbis-Hackfleischbällchen-Suppe im Zuge einer Halloweenparty aber auch wirklich deutlich besser als im Biomüll.


Tipps und Tricks, wenn es dem Kürbis weitergehend an den Kragen geht

Der Deckel ist bereits abgetrennt und das abstehende Kürbisfleisch vom Rand getrennt? Sehr gut! Das Grün darf durchaus am Deckel bleiben, weil es sich als Griff beim Kerzenwechseln verwenden lässt. Dafür schneidet man für die Verwendung von echten Kerzen noch ein kleines Loch in den Deckel, damit die Kerze ausreichend Lust erhält. 
Ansonsten gelten die nächsten Handgriffe weiterhin dem Auslöffeln – solange, bis der Kürbis nur noch aus einer etwas zwei Zentimeter dicken Hülle besteht.

Und dann ist schon der Schritt des Gesichter-Aufzeichnens erreicht. Ob der Kürbis ein individuell entworfenes Gesicht oder eines nach Vorlage erhält, ist Geschmackssache.
Das Gleiche gilt für die Frage, ob man das Gesicht freihändig vormalt oder ob man eine Schablone nutzt.
In beiden Fällen ist der beste Startpunkt aber immer der Mund, weil die richtigen Proportionen so besser getroffen werden können. 


Welches Gesicht darf es denn für den grusligen Halloweenkürbis sein?

Selbstverständlich ist es am einfachsten, Augen, einen Mund und gegebenenfalls noch eine Nase aufzumalen und auszuschneiden. Ob der Kürbis dabei ein freundliches Lächeln oder ein fieses Grinsen zur Schau stellt? Oder zwei Kürbisse jeweils verschiedene Möglichkeiten zeigen? Wir lassen uns überraschen!

Es geht allerdings auch noch etwas ausgefallener, wie ein Vampir oder eine Hexe beweisen:
Für den Vampir wird ein ovales Loch ins untere Kürbisdrittel geschnitzt und mit einem Vampirgebiss aus Plastik versehen.
Bei der Hexe eignet sich der Kürbisstiel als Nase. Dafür muss der Kürbis zwar auf die Seite gedreht werden, aber sofern man eine Scheibe seitlich abschneidet, steht er wieder problemlos und fest. Ansonsten bietet sich auch eine Möhre als Nase an und der Stiel bleibt als Deckel.


Oder soll der Kürbis lieber mit geheimen Symbolen versehen und so zum Botschaften-Überbringer gemacht werden?

Manche Kinder erschrecken sich vor Kürbisgesichtern, selbst wenn diese freundlich gehalten sind. Das ist verständlich, muss allerdings nicht das Ende des Kürbis-Bastelspaß' bedeuten. 
Wie wäre es stattdessen mit ausgestanzten Mond-und-Sterne-Motiven oder anderen geometrischen Formen?
Diese können mit einer Plätzchenausstechform angestanzt und mit einem Hammer komplett herausgeschlagen werden.

 

Für alle weiteren Schnitztechniken gilt: Scharfes Werkzeug und eine gute Vorarbeit sind das A und O beim Kürbisschnitzen

Nachdem das Gesicht auf den Kürbis vorgezeichnet wurde, sollte man den Kürbis entlang der aufgemalten Linie in regelmäßigen Abständen mit einer Nadel einstechen. Dadurch ist die Linie quasi punktiert und das Messer findet seinen Weg umso leichter durch die Kürbisschale.

Für diesen Vorgang eignen sich sowohl Teppichmesser als auch Linoleum-Messer. 
Im Gegensatz zu Teppichmessern, mit deren Hilfe man „echte“ Löcher in den Kürbis schneidet, ritzt man mit Linoleum-Messern nur die obere Kürbishaut ein, sodass das gelbe Fleisch sichtbar wird. 

Bei der Schnitzarbeit ist es auf alle Fälle ratsam, darauf zu achten, dass sich die Kinder nichts tun. Insbesondere kleine Kinder sollten lieber Helferarbeiten wie das Auslöffeln oder die Nachbearbeitung übernehmen. 
Aber Übung macht den Meister und mit einer kompetenten Betreuung steht einem späteren, komplett eigenhändigen Kürbisschnitzen nichts mehr im Wege.


Maske fertig, der Kürbis auch?

Noch nicht ganz, denn bevor er als gruselig-schönes Windlicht dient, muss er zunächst gründlich austrocknen.
Besonders unanfällig gegen Schimmel wird er, wenn er nach dem Trocknen an der Luft mit Essig ausgespült, abgetrocknet, von außen mit Haarspray besprüht und noch einmal richtig gut getrocknet wird.

Anschließend braucht es nur noch den richtigen Standort und eine Beleuchtungsinstallation: 
In dieser Hinsicht verbreiten echte Kerzen ein sehr natürlich und angenehmes Licht. Wer jedoch Sicherheitsbedenken hat, kann allerdings auch zu Lichterketten oder batteriebetriebenen Teelichtern greifen.
Und dann: Hauptlicht aus, Kürbis an – und den Effekt genießen! 

Kürbis aushöhlen und schnitzen - Schnitzanleitung Nr. 2

Einiges Werkzeug sollte bereitliegen, bevor man dem Kürbis zu Leibe rückt, da die Schale hart ist und es einige Kraftanstrengung braucht, damit das Werk auch gelingt. Eine kleine Säge zum Abschneiden des Deckels ist dabei vorteilhaft. Gut schneidende Messer oder Teppichmesser sind ebenfalls notwendig. Löffel oder Eisportionierer eignen sich sehr gut zum Aushöhlen. Mit einem Apfelausstecher werden Löcher richtig schön rund, und Keksausstecher eignen sich nicht nur für Weihnachtskekse. Sterne, Dreiecke oder Herzen können auch beim Kürbisschnitzen gute Dienste leisten. Auch hier ist wieder der Fantasie keine Grenze gesetzt. Ein Kürbiskopf mit Sternenaugen schaut vielleicht besonders freundlich in den Abendhimmel. 

Als Erstes muss der Kürbis geöffnet werden. Der Rest des Stängels bleibt als Griff zum einfacheren Kerzenwechseln auf jeden Fall dran. Er kann auch das Gesicht besonders charakterisieren. Der Deckel an der Oberseite wird keilförmig nach innen rund oder nach Wunsch auch zackig ausgeschnitten. Dafür eignet sich eine kleine Säge sehr gut. Dass keilförmig geschnitten wird, ist sehr wichtig. Dadurch ist sicher, dass der Deckel später eine gute Auflagefläche hat und nicht nach innen fällt. 

Wer mag, kann den Stängelrest aber auch als Nase für sein Kürbisgesicht verwenden. Dazu ist es notwendig, am Kürbis seitlich eine Scheibe abzuschneiden, damit das fertige Exemplar gut steht und nicht davon rollen kann. So eine Kürbislaterne muss dann auf einen Teller gestellt werden. 

Wenn der Kürbis geöffnet ist, geht es ans Aushöhlen. Zuerst entfernt man die Kerne mit einem großen Löffel. Dabei können sogar kleinere Kinder mithelfen. Sie brauchen kein Werkzeug, sondern können mit den Händen zupacken und es macht ihnen bestimmt viel Spaß, wenn sie auch etwas tun dürfen. Die Angelegenheit wird dann nicht sehr sauber vor sich gehen, aber dafür wird die Freude besonders groß sein. Die Kerne können gewaschen und getrocknet werden. Wer einen Garten besitzt, könnte davon im nächsten Jahr versuchen, seinen eigenen Kürbis zu züchten. Es gibt auch die Möglichkeit, Knabberkerne daraus zu machen. 

Wenn die Kerne entfernt sind, kommt das Fruchtfleisch an die Reihe. Manchmal ist das richtige Schwerarbeit, die sich aber spätestens dann lohnt, wenn das erste Mal die Kerze im Kürbis angezündet wird und der Kürbiskopf den fleißigen Bastlern zulächelt. Am besten geht das Aushöhlen mit einem Löffel. Das Kürbisfleisch sollte bis zu einer Stärke von zwei Zentimetern entfernt werden. 

Jetzt geht es ans Ausschneiden des Gesichtes. Das kann man nach eigenen Vorstellungen oder nach Vorlagen aus dem Internet machen. Vom lustigen, freundlichen Geistergesicht bis zur gruseligen Fratze reicht die Auswahl. 

Mit einem Messer werden die vorgezeichneten Konturen ausgeschnitten. Bei sehr harten Kürbissen kann es hilfreich sein, die Muster an den Rändern etwas vorzubohren, damit das Ausschnitzen etwas leichter funktioniert. Diese Arbeit ist nichts für Kinder und sollte eher von Erwachsenen gemacht werden. 

Damit das Prachtstück länger frisch bleibt und nicht schnell zu faulen oder zu schimmeln beginnt, kann es helfen, den Kürbis mit Essig auszuwaschen und dann gut zu trocknen. Von außen kann der Kürbis mit Haarspray eingesprüht werden. Danach muss er wirklich gut trocknen, damit er dadurch nicht brennbar wird.

Der große Augenblick ist gekommen, Stumpenkerze, Teelicht oder Lichterkette werden in den Kürbiskopf gestellt und der neue Mitbewohner auf Zeit erstrahlt nun eine Zeit lang jeden Abend.

Da das entfernte Kürbisfleisch zum Wegwerfen viel zu schade ist, wird dann noch etwas daraus gekocht. Es gibt inzwischen Kürbisrezepte ohne Ende. Am Bekanntesten ist natürlich die Kürbiscremesuppe, die an einem kühlen, herbstlichen Abend richtig gut tut und wärmt. Kürbis kann aber auch gegrillt, geschmort, gebacken, gebraten oder mit Fleisch gefüllt werden. Ein Auflauf mit Kürbis schmeckt lecker, ein Kuchen mit Kürbis wird besonders saftig. Kürbis passt auch zu Rohkost oder Salaten. Auch Kompott oder Marmelade aus Kürbis ist empfehlenswert. Der Geschmack ist mild, neutral, nussig, süßlich und eignet sich daher zur Herstellung von vielerlei Gerichten. Kürbis ist sehr gesund. Kürbisse sind nicht nur richtige Schwergewichte, sie enthalten je nach Sorte viel Vitamin C, A, E, Kalzium, Betacarotin und Mineralstoffe. Er hat wenig Kalorien, da er großteils aus Wasser besteht.