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Das Innere eines Kürbisses verwenden

Das Innere eines Kürbisses verwenden

 

Kürbisinneres verwendbar? Was kann mit dem Inneren von Kürbissen gemacht werden?


Kürbisse sind hierzulande als die große, orange Kugel bekannt, in die zu Halloween gruselige Gesichter geschnitten werden. Die Massen an eigentlich ganz lecker duftendem Kürbisfleisch, die dabei aus dem Kürbis geholt werden, machen aber nachdenklich. Muss das alles wirklich weggeworfen werden - oder sind diese Reste nicht in Wirklichkeit wahre Leckerbissen? Tatsächlich wäre das schade um die Vielfalt an tollen Kürbisrezepten, die sich mit diesen vermeintlichen Resten zaubern lassen!

 

Kürbissuppe: wärmender Herbst-Klassiker
Eine ganz nahe liegende Möglichkeit wäre eine wärmende Kürbissuppe. Im englischsprachigen Raum vergeht kein Herbst, in dem nicht Unmengen davon gekocht werden. In den USA etwa hat sie den Stellenwert, den hierzulande eine Gulaschsuppe hat. Vegetarier und Veganer werden sich aber freuen, denn die Kürbissuppe ist traditionell ein fleischloses Gericht und lässt sich natürlich auch vegan zubereiten. Das Kürbisinnere wird zunächst schonend weichgekocht. Anschließend kann es mit saurer Sahne und Gewürzen vermengt werden. Zur Deko wird das Naheliegende benutzt: Kürbiskerne. Wer auf die Fleischbeilage nicht verzichten möchte, kann Hähnchenbrust würfeln.

 

Kürbiskuchen: Süßes zum Halloweenfest
Mindestens genauso bekannt wie die Kürbissuppe ist der Nachtisch danach, der ebenfalls auf den Resten eines ausgehöhlten Halloween-Kürbisses beruht. Kürbiskuchen wird aus dem Kürbisinneren gemacht, denn dieses gibt nicht nur Geschmack, sondern auch einen herrlich saftigen Kuchen. Das Gewürz, der für einen Pumpkin Spice Latte verwendet wird, kommt übrigens aus dem Kürbiskuchen-Rezept und darf in diesem nicht fehlen, wenn es gut werden soll. Eine leckere und viel günstigere Gelegenheit, sich den Weg zum Coffeeshop zu sparen und trotzdem auf seine Pumpkin Spice-Kosten zu kommen...

 

Kürbisrisotto: geht das ganze Jahr
Die typisch warm-herbstlichen Kürbisgerichte gibt es meistens mit dem guten, alten Halloweenkürbis, denn der wird ja sowieso ausgehöhlt. Doch was ist, wenn der Appetit auf Kürbis mitten im Jahr kommt und es dann nicht so herbstlich schmecken darf? Dafür eignet sich ein Kürbisrisotto besonders gut. Der Kürbisgeschmack harmoniert wunderbar zu Arborio-Reis, Parmesan, Brühe und Weißwein, gibt dem Ganzen aber doch einen neuen, eigenen Geschmack, den ein Risotto pur nicht hat. Safran kann man bei diesem Rezept weglassen, die Färbung übernimmt der Kürbis. Ein Kürbisrisotto gelingt übrigens auch mit einem Butternutkürbis sowie jeder anderen verfügbaren Sorte.

 

Butternut statt Nudeln
Apropos Butternut-Kürbis - diese Sorte lässt sich durch ihr besonderes Inneres zu beinahe allem verwerten, wofür normalerweise Nudeln zubereitet würden. Das Kürbisinnere sieht nämlich genauso aus wie Nudeln und lässt sich auch so zubereiten. Dadurch lässt sich mit einem ausgehöhlten Butternut-Kürbis beispielsweise eine Spaghetti bolognese kochen, beliebt sind auch Spaghetti carbonara. Den Butternutkürbis kann man aufheben und einen Tag danach füllen, damit nicht nur das Innere verwertet wird.

 

Kürbispüree - Basis und Abwechslung auf dem Teller
Wenn einmal spontan nichts einfällt, aber Kürbisinneres anfällt, dann kann es zunächst püriert und aufbewahrt werden. Mit dem Kürbispüree kann zunächst der langweilige alte Kartoffelbrei lecker ersetzt werden. Pur, als Zutat für Aufläufe oder als Beilage schmeckt Kürbispüree mal anders als das Gewohnte. Das Püree kann genauso als Brotaufstrich gegessen oder zu einem Pesto verarbeitet werden. Es reichen wenige weitere Zutaten, schon schmeckt das Kürbispüree neu, ungewohnt... und gut!