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Welche Kräuter eignen sich für innen?

Welche Kräuter eignen sich für innen?

Welche Kräuter eignen sich für den Innenbereich?


Die wenigsten Küchenkräuter lassen sich ganzjährig im Garten beernten. Viele legen eine Winterruhe ein. Damit auch in der kalten Jahreszeit bei Bedarf frisches Grün schnell zur Hand ist, lohnt es, einige Kräuter in den eigenen vier Wänden anzubauen. Im übrigen profitieren alle Sinne von einem Indoor-Kräutergarten. Lässt nicht der Duft mediterraner Gewächse schon vom nächsten Urlaub träumen? Das kräftige Grün der frischen Triebe beruhigt das Gemüt und regeneriert das Auge. Gründe zum Aufstellen von Küchenkräutern gibt es also genug, selbst in der kleinsten Wohnung.


Gegebenheiten der Wohnung prüfen

Bei der Auswahl der Kräuter für den Innenbereich spielen verschiedene Faktoren eine Rolle. Anbauen wird man nur diejenigen, die man tatsächlich in der Küche verwendet. Also solche, die einem schmecken. Der individuelle Geschmack ist unterschiedlich, weswegen eine pauschale Empfehlung nicht gegeben werden kann. Aber auch die Gegebenheiten in der Wohnung entscheiden darüber, welche Kräuter ausgewählt werden. Denn kann man ihnen die geeigneten Standortbedingungen nicht bieten, muss man mit einem kümmerlichen Wuchs rechnen. Sonnenhungrige Kräuter benötigen zum Gedeihen viel Licht. Einige müssen vor der prallen Mittagssonne geschützt werden. Der geeignete Platz für die vorbenannten dürfte die Fensterbank sein. Nur wenige Kräuter kommen auch im Halbschatten zurecht. Sie dürfen etwas weiter im Raum stehen. Allerdings sollten Kräuter nie vor beziehungsweise oberhalb einer Heizung positioniert werden. Die trockene Luft wird eher nicht vertragen. Entweder vertrocknen die Triebe dort oder Schädlinge finden sich an den Pflanzen ein.


Heimische Kräuter für die Fensterbank

Heimische Kräuter zählen zu den Favoriten, wenn es um den Kräuteranbau auf der Fensterbank geht. Ihnen sagt man nach, dass sie besonders viele Vitamine, Mineralien und Spurenelemente enthalten. Zum Würzen lassen sich heimische Kräuter ohnehin fast überall verwenden. Petersilie erwirbt man als Pflanze im Topf oder man gräbt im späten Herbst eine kräftige Pflanze im Garten aus und setzt sie in ein Sand-Blumenerde-Gemisch. Möglich ist es auch, die Petersilie auszusäen. In letzterem Fall muss man Geduld beweisen, es dauert bis zur Keimung bis zu einigen Wochen. Das Anzuchtgefäß sollte hell sowie warm stehen. Die Erde ist gleichmäßig feucht zu halten. Zeigen sich die ersten Blätter, wird das Gefäß in den Halbschatten gestellt. Die Petersilie wird fortan nur mäßig gegossen. Ähnliche Anzuchtbedingungen benötigt der Schnittlauch. Wenn man sich sich für ein Exemplar aus dem Garten entscheidest, sollte das Teilstück erst nach dem ersten Frost abgestochen und in Erde gesetzt werden. Im Frühjahr wird es zurück ins Beet gepflanzt. Kresse gedeiht in flachen Schalen, da sie kein üppiges Wurzelwerk ausbildet. Sie wird in Reihen gesät. Anstelle von Erde sollte Haushaltspapier oder Watte verwendet werden. Dann lassen sich die kurze Triebe sauber ernten. Wichtig zum Gedeihen der Kresse ist, dass der Untergrund gleichmäßig feucht gehalten wird. Geerntet wird immer nur so viel, wie gerade benötigt wird. Sät man die Reihen zeitlich versetzt, entstehen keine Engpässe. Die Pfefferminze benötigt lockere Erde, um zu gedeihen. Auch sie bevorzugt einen feuchten Untergrund. 


Mediterrane Kräuter für die Fensterbank

Der Lavendel benötigt viel Sonne. Er sollte aber luftig aufgestellt werden. Sonst finden sich alsbald Blattläuse auf seinen Trieben ein. Dem Thymian, dem Salbei und dem Oregano hingegen kann es kaum irgendwo besser gehen als auf der warmen Fensterbank der Südseite des Hauses. Wenngleich die mediterranen Kräuter recht genügsam sind, sollten ihnen ausreichend große Pflanzgefäße zur Verfügung stehen. Einige bilden nämlich tiefe Wurzeln aus, beispielsweise der Rosmarin. Letzterer zählt allerdings zu den Mimosen, wenn es um die Haltung in der Wohnung geht. So wirklich recht machen kann man es ihm nirgendwo. Er braucht Sonne und Wärme. Über 20 Grad Celsius sollten die Temperaturen aber nicht liegen. Beim Gießen muss man Fingerspitzengefühl beweisen, denn er verträgt weder totale Trockenheit noch Staunässe. Sollte das Pflanzgefäß zu klein werden, muss mit dem Umtopfen bis zum Frühjahr gewartet werden. Seine Wurzeln reagieren auf jegliche Veränderungen sehr empfindlich. Wichtig ist, dass die Feinwurzeln nicht beschädigt werden. Am besten belässt man den Wurzelballen beim Einsetzen der Pflanze wie er ist und füllt das neue Pflanzgefäß mit lockerer Erde auf.