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Kräuter im Topf - richtige Pflege

Kräuter im Topf - richtige Pflege

Kräuter im Topf – reichhaltige Ernte durch richtige Pflege


Kräuter im Topf sind nicht nur praktisch, weil sie überall griffbereit platziert werden können, sondern auch ein dekoratives Highlight für Küche, Balkon oder Terrasse. Damit die Gewürzpflanzen gut gedeihen und eine üppige Ernte abwerfen, bedarf es jedoch der richtigen Pflege.

Den passenden Standort wählen

Die meisten Kräuter benötigen viel Licht, einige eher Halbschatten, andere wiederum fühlen sich direkt in der Sonne wohl. Steht die Pflanze in der Küche, sollte sie direkt am Fenster platziert werden. Viel Sonne vertragen, z. B. Thymian, Oregano, Salbei oder Rosmarin, wogegen Schnittlauch, Petersilie, Basilikum oder Liebstöckel den Halschatten bevorzugen.

Als Anhaltspunkt für die Wahl des richtigen Standortes, können die Blätter der Pflanze zu Rate gezogen werden. Haben sie ein frisches Grün und fühlen sich eher weich an, dann sind sie am besten an einem kühleren Ort im Halbschatten aufgehoben.

Achtung Staunässe!

Wichtig bei der Pflege von Gartenkräutern, ist es darauf zu achten, dass überschüssiges Gießwasser ablaufen kann und die Wurzeln nicht in zu viel Feuchtigkeit versumpfen. Besonders mediterrane Kräuter wie Rosmarin oder Thymian haben damit ein Problem. Um Staunässe zu vermeiden, sollten die Töpfe immer ein Abflussloch und eine zusätzliche Drainageschicht haben.

Trotzdem müssen Kräuter regelmäßig, am besten morgens, gegossen werden, wie viel hängt von der jeweiligen Pflanze ab. Arten die weniger Wasser benötigen, sind an ihrem festen Laub zu erkennen, die mit weichen und großen Blättern, z. B. Estragon oder Melisse haben einen höheren Feuchtigkeitsbedarf. Besonders Basilikum verträgt keinen Wassermangel und geht in längeren Trockenphasen ein.

Da Kräuter recht genügsam sind, brauchen sie nur wenig Dünger und dieser ist auch nur bis zur Blüte im Spätsommer nötig.

Rückschnitt fördert das Wachstum

Damit Kräuter eine gute Ernte bringen, müssen sie regelmäßig geschnitten werden. Das gilt vor allem für die mehrjährigen Arten. Dafür werden bei Basilikum, Thymian oder Rosmarin nur die Triebspitzen gekappt, das führt zu einem buschigen Wuchs mit vielen Verzweigungen. Dagegen empfiehlt es sich bei Petersilie, Dill oder Schnittlauch, die Kräuter in Büscheln zu ernten, so entsteht Platz für neue Triebe.

Der beste Zeitpunkt für einen Rückschnitt ist das Frühjahr vor der Wachstumsphase oder der Spätsommer nach der Blüte.

Pflege im Winter

Mehrjährige Kräuterpflanzen im Topf, die auf dem Balkon oder der Terrasse stehen und nur bedingt winterhart sind wie Salbei oder Rosmarin, müssen in der kalten Jahreszeit an einen frostfreien aber kühlen Ort geholt werden. Dunkle Kellerräume sind allerdings ungeeignet, besser ist ein nicht geheizter Wintergarten oder ein kaltes Treppenhaus.

Winterharte Kräuter wie Oregano, die draußen bleiben sollen, benötigen einen Frostschutz. Sie sollten nahe der Hauswand auf einem isolierenden Untergrund, z. B. einer Styroporplatte stehen und mit Gartenvlies, Luftpolsterfolie, o. ä. umwickelt und mit Stroh abgedeckt werden.

Nur wenn es draußen nicht friert, können sie ein wenig gegossen werden, damit sie nicht vertrocknen.