Drucken

Kräuter-Pflanzen im Sommer

Kräuter-Pflanzen im Sommer

Kräuterpflanzen im Sommer


Im Frühjahr werden die Kräuter im Garten, auf der Terrasse und dem Balkon vorsichtig beerntet werden, damit sie für die Blütezeit ausreichend Kräfte sammeln können. Im Sommer hingegen steht der ausgiebigen Kräuterernte nichts mehr im Wege. Außerdem sind in der warmen Jahreszeit weitere Gartenarbeiten im Kräuterbeet zu erledigen.


Kräuter für die Küche ernten

Zum Würzen von Gerichten werden in der Küche die unterschiedlichsten Gewürze benötigt. Am besten erntet man diese frisch und zwar in den Mengen, die zeitnah verbraucht werden. Sollten die Küchenkräuter bereits einige Stunden vor der Verarbeitung in der Küche landen, lassen sie sich ins Wasserglas stellen. Dort halten sie sich eine Weile frisch. Den meisten Kräuterpflanzen ist es egal, ob sie an den Triebspitzen oder seitlich beerntet werden. Allein das Basilikum mag es nicht, wenn man Blätter vom unteren Teil der Triebe pflückt oder wenn er zu weit zurückgeschnitten wird. Bei ihm sollte man sich mit den kurzen Triebspitzen begnügen. Dann bleibt er kompakt und gesund. 


Kräuter für die Lagerung ernten und einen Rückschnitt vornehmen

Viele Kräuterpflanzen würden ohne einen Rückschnitt zu viel Platz im Beet in Anspruch nehmen. Deswegen werden sie kurz vor, während oder nach der Blüte zurück geschnitten. Der Rückschnitt sorgt außerdem dafür, dass sich die Pflanzen neu verzweigen. Das Schnittgut lässt sich aufbrauchen oder konservieren, beispielsweise durch die Trocknung. 


Bei Bedarf wässern

Den Halbschatten bevorzugende Kräuterarten sollten gegossen werden, bevor der Boden ganz austrocknet. Anspruchslosere Arten überstehen kurze Trockenperioden unbeschadet. Hält die regenfreie Zeit länger an, sollten auch sie gewässert werden. Dabei empfiehlt es sich, lieber einmal kräftig zu gießen, anstatt die Pflanzen täglich leicht zu beregnen. Eine besondere Pflege kommt den Kräutern im Topf und in Kübeln zu. Da das Volumen der Gefäße gering ist, trocknet die Erde schneller aus. Entsprechend häufig muss gegossen werden. 


Nährstoffbedarf decken

Viele Kräuterpflanzen sind so anspruchslos, dass sie nicht gedüngt werden brauchen, wenn sie im Beet stehen. Lediglich auf Sandböden sowie bei Topfpflanzen sollten die Nährstoffe gelegentlich aufgefüllt werden. Dies gelingt über die Düngung. Bestimmte Kräuter wie der Borretsch, aber auch Liebstöckel sowie Fruchtsalbei besitzen einen hohen Nährstoffbedarf. Auch sie gedeihen üppiger, wenn sie gedüngt werden. Sie sollten nie als Folgefrucht nach Starkzehrern gesetzt werden. Welcher Dünger verwendet wird, hängt von den Bedürfnissen der Kräuterart ab sowie von den Bodenverhältnissen. Viele Neulinge im Garten begehen den Fehler, pauschal viel Kalk zu verwenden. Dabei sind etliche Böden von Natur aus kalkhaltig. Auch das Verwenden von Gießwasser aus der Leitung trägt zur Versorgung mit Kalk bei. Es empfiehlt sich, vor der Anwendung von Düngern immer einen Bodentest vorzunehmen. Möglicherweise profitieren die Pflanzen von Magnesium, Stickstoff und Kalium. Doch auch diese Mineralien müssen individuell dosiert werden. Im Biogarten ist die organische Düngung mit Kompost oder Hornspänen der anorganischen mit Fertigdüngern chemischer Herkunft vorzuziehen, wenngleich es eine Weile dauert, bis die Pflanzen die Wirkstoffe aufnehmen. Getestet werden sollte der Boden trotzdem regelmäßig, da auch organische Dünger in zu hoher Dosierung die Kräuter verbrennen. Wer seine Pflanzen nicht nur düngen, sondern gleichzeitig vor Krankheiten schützen möchte, setzt Jauchen an, beispielsweise aus Ackerschachtelhalm, Brennesseln oder Holunderblättern. Sie sollten regelmäßig, aber sparsam verwendet werden. Dadurch stabilisiert sich das Immunsystem der Kräuter. Wenngleich die Kräuter Schwefel für das Wachstum nicht benötigen, ist auch dieses Element für das Kräuterbeet nicht unwichtig. Es regt nämlich das Bodenleben an und aktiviert die Mikroorganismen, die wiederum die Beschaffenheit des Bodens mit bestimmen. 


Pflanzen aus dem Topf jetzt noch setzen

Manchmal vergisst man, ein Kraut rechtzeitig auszusäen. Dies ist kein Grund zum Verzweifeln. Auch im Sommer lassen sich Kräuter noch ins Beet setzen. Wichtig für das Anwachsen ist, kräftige und gesunde Topfpflanzen zu erwerben. Vor dem Einsetzen wird der Topfballen gewässert, sofern er stark ausgetrocknet ist. Ausgepflanzt wird am frühen Morgen oder am späten Abend. Danach ist das kräftige Angießen notwendig. Auch in den kommenden Tagen muss die Pflanze gegossen werden. Es dauert nicht lange, bis sie sich üppig entwickelt und den vorhandenen Kräutern im Beet nicht mehr nachsteht.