Drucken

Kräuter-Pflanzen im Frühling

Kräuter-Pflanzen im Frühling

Kräuterpflanzen im Frühling


Wenn sich Nässe und Kälte verabschiedet haben, beginnt im Garten und auf dem Balkon endlich wieder die Zeit der frischen Küchenkräuter. Diejenigen Pflanzen, die den Winter im Haus verbracht haben, dürfen ins Freie gesetzt werden. Auch sonst gibt es bei den Kräuterpflanzen einige Arbeiten zu erledigen. 


Kräuter ersetzen so manche Zierpflanze

Im Gegensatz zu Zierpflanzen überzeugen Kräuterpflanzen nicht nur mit hübschen Blüten, attraktiven Blättern und einem besonderen Duft. Man kann sie auch essen, sie zum Würzen verwenden und schmackhafte Tees aus ihnen zubereiten. So macht es Sinn, nicht nur im Garten ein Kräuterbeet anzulegen, sondern auch auf der Terrasse und dem Balkon über den Anbau von Kräuterpflanzen anstelle von Zierpflanzen nachzudenken. Im übrigen schließt eines das andere nicht aus. Thymian, Salbei und Bohnenkraut fühlen sich neben Geranien und Petunien richtig wohl. Wer es im Winter versäumt hat, einen Pflanzplan für das Frühjahr anzulegen, kann dies jetzt nachholen oder mit den passenden Kräuterarten Lücken in Pflanzgefäßen beziehungsweise Blumenbeeten auffüllen. Die beste Zeit für die Anlage eines Kräutergartens ist das Frühjahr ebenfalls. 


Einjährige Kräuter aussäen

Die einjährigen Kräuter sind im Winter verfroren. Ihre Reste werden aus den Beeten genommen und auf dem Komposthaufen entsorgt. Eine Ausnahme bildet die Petersilie. Wenngleich man sie im zweiten Jahr wegen ihres Ausschießens im Frühsommer nicht mehr verwendet, sollte das erste Grün noch genutzt werden. Es dauert nämlich einige Wochen, bis die neue Petersiliensaat keimt und dann noch mal eine Weile, bis sich die Pflanzen beernten lassen. Die beste Zeit für die Neuaussaat von Einjährigen liegt je nach Region und Witterung zwischen Ende März und Ende April. Besonders langsam gedeihende Arten wie die Petersilie können auf dem Fensterbrett oder im Gewächshaus vorgezogen werden. Alternativ greift man auf vorgezogene Pflanzen aus dem Fachhandel zurück.


Mehrjährige Kräuterpflanzen richtig pflegen

Die mehrjährigen Kräuterpflanzen wie der Lavendel, der Rosmarin und der Thymian haben vor dem Einsetzen des Frosts im vergangenen Jahr einen Winterschutz erhalten. Dieser muss nun entfernt werden, damit die Pflanzen ausreichend Licht erhalten und neu austreiben können. Nach einem strengen Winter erwecken einige Kräuter auf den ersten Blick den Anschein, vollkommen erfroren zu sein. Es lohnt sich aber abzuwarten. Wenn die Sonne höher am Himmel steht, treiben sie eventuell doch neu aus. Wenn nicht, können sie immer noch ersetzt werden. Im April steht der erste Rückschnitt der mehrjährigen Kräuterpflanzen an. Er verhindert, dass diese von unten verkahlen und regt die Verzweigung an. Dadurch bleiben die Pflanzen kompakt. Beim Rückschnitt des Lavendels empfehlen Fachleute, nicht bis ins alte Holz zu schneiden, da die Pflanze sich nur unzureichend regeneriert. Die Grundregel lautet, die Triebe um etwa zwei Drittel einzukürzen. 

Während des Winters verdichtet sich der Boden rund um die Kräuter. Damit er auch in den unteren Schichten besser abtrocknen kann, wird er aufgelockert. Dabei dürfen die Wurzeln der Kräuter nicht beschädigt werden. Bei dieser Arbeit werden aufgelaufene Unkräuter beseitigt, weil sie den Kräutern die Nährstoffe entziehen würden. Verschiedene Arten von Kräutern versamen sich selbst. Wo sie unerwünscht sind, werden die kleinen Pflänzchen ausgezogen. Sie lassen sich anderweitig in den Kräutergarten setzen oder in Körbe oder Töpfe pflanzen und hübsch dekoriert weiter verschenken.


Auf lehm- und tonhaltigen Böden fühlen sich Kräuter eher unwohl, deswegen sollten diese bearbeitet werden. Das Frühjahr ist der günstigste Zeitpunkt, um großzügig Kompost auf dem Kräuterbeet zu verteilen und diesen leicht einzuarbeiten. 


Beim Gießen auf Ansprüche achten

Normalerweise brauchen Kräuter im Frühjahr kaum gegossen werden, denn der Boden enthält noch ausreichend Feuchtigkeit aus den Wintermonaten. Auf Sandböden oder nach trockenen Wintern können Wassergaben allerdings erforderlich sein. Gewässert wird je nach Anspruch der Kräuterart. Der Lavendel, der Thymian, der Salbei und Majoran, der Oregano und der Rosmarin kommen mit wenig Wasser aus. Die Pfefferminze, der Liebstöckel, der Schnittlauch und die Melisse mögen es etwas feuchter, vertragen Staunässe aber nicht. Deswegen sollte das Wasser individuell dosiert werden. Weiterhin ist es wichtig, die Kräuter nach dem Auspflanzen aus dem Topf ins Beet ordentlich anzugießen. Die Wurzeln erhalten dadurch einen guten Bodenschluss.