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Herstellung von Brennesselsud - Gegen Läuse auf...

Herstellung von Brennesselsud - Gegen Läuse auf Kräutern

Herstellung von Brennesselsud - Gegen Läuse auf Kräutern


Es müssen nicht immer chemische Mittel zu sein, um Pflanzen zu stärken und sie vor Schädlingen zu schützen. Brennesselsud wird schon seit Jahrhunderten im Garten gegen Blattlausbefall eingesetzt. Die Brühe ist schnell hergestellt und macht nicht nur mit den Schädlingen kurzen Prozess, sondern wirkt auch noch als Dünger und gegen Unkraut. 

Brennesselsud macht Schluss mit der Blattlausplage

Blattläuse können Gärtnern das Leben ziemlich schwer machen. Haben sie erst einmal eine Pflanze heimgesucht, zapfen sie ihr nach und nach die Lebenssäfte ab. Mit dem Endergebnis, dass die Pflanze in ihrem Wachstum gehemmt wird und die Blätter schrittweise verkrüppeln. Um die Plage loszuwerden, muss etwas unternommen werden. Denn wenn die Blattläuse sich erst einmal vermehrt haben, können die Nachkommen die Wirtspflanze wechseln. Allerdings ist es nicht nötig, sofort die Chemiekeule zu schwingen. Manche Hobbygärtner schwören darauf, die betreffende Pflanze einfach mit einem direkten Wasserstrahl abzuspritzen. Manche versuchen, mit einer Spülmittellösung die Atmung der ungebetenen Untermieter zu hemmen. Das traditionelle Hausmittel, um Blattläuse effektiv loszuwerden, ist Brennesselsud. Kommen die Schädlinge mit dem Nesselgift aus der Pflanze in Kontakt, mögen sie das überhaupt nicht. Der Vorgang muss jedoch wiederholt werden, um wirklich das Ende der Blattlausplage zu besiegeln. Das natürliche Pflanzenschutzmittel Brennesselsud darf ohne weiteres in den Boden eindringen und richtet dort keinen Schaden an. Einmal angesetzter Brennesselsud wandelt sich nach rund einem Tag in Brennesseljauche um. Die stinkende Brühe kann hervorragend als Gießzusatz verwendet werden und gibt einen guten Flüssigdünger ab. Werden Pflanzen regelmäßig mit der Brennesseljauche gedüngt, sind sie leichter vor Schädlingsbefall geschützt. 


Den Sud am besten im Mai ansetzen


In Deutschland heimisch sind zwei Brennesselarten, die Große Brennessel (Urtica dioica) und die Kleine Brennessel (Urtica urens). Um den Brennesselsud anzusetzen, können beide Sorten verwendet werden, wobei die Kleine Brennessel als aggressiver gilt. Für den Sud werden nur die oberen Pflanzenteile benutzt. Um zehn Liter Brennesselsud herzustellen, wird etwa ein Kilogramm frische Planzenteile benötigt. Besonders stark wird das natürliche Pflanzenschutzmittel, wenn die Brennesseln im Mai kurz vor der Blüte geerntet werden. Denn dann ist die Konzentration der Nähr-und Wirkstoffe in der Pflanze am größten. Neben dem Abwehrstoff Ameisensäure enthalten Brennesseln Eisen, Phosphor, Kalium, Stickstoff, Kieselsäure und die Vitamine A, C und E. Mit Flavonoiden und Karotinoiden sind ist die Pflanze reich an Antioxidantien, die ebenfalls in den Sud übergehen. 
Brennesselsud schnell selbst herstellen
Um Brennesselsud herzustellen, wird ein Kilogramm frische Brennesseln mit einer Gartenschere in kleine Stücke geschnitten. Diese Arbeit sollte nicht ohne Handschuhe ausgeführt werden. Danach werden die Pflanzenteile in einen Eimer gelegt und mit zehn Liter kaltem Wasser übergossen. Die Brennesseln sollten vollständig mit dem Wasser bedeckt sein. Anschließend wird der Eimer abgedeckt und an einem sonnigen Ort im Garten platziert, denn durch die Wärme wird der Gärungsprozess unterstützt. Brennesselsud muss lediglich 12-24 Stunden ziehen und kann dann sofort zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt werden. Jauche muss zwei bis drei Wochen in der Sonne stehen bleiben und entwickelt dabei einen sehr starken Geruch. Der Prozess ist abgeschlossen, wenn sich kein Schaum mehr bildet. Wer die Geduld hat zu warten, bis die Jauche fertig ist, sollte diese nicht unverdünnt anwenden, auf einen halben Liter Jauche kommen zehn Liter Wasser.


Brennesselsud ist auch ein idealer Dünger und Unkrautvernichter

Der schnell hergestellte Brennesselsud ist jedoch genauso effektiv und wird unverdünnt verwendet. Er kann direkt mit der Giesskanne auf die betreffenden Pflanzen aufgetragen werden. Brennesselsud ist deutlich schonender als Jauche bekämpft die Schädlinge und stärkt zusätzlich Pflanzen wie Rosen, Tomaten und andere Gemüsesorten. Wirksam gegen Blattläuse, Spinnmilben und Weiße Fliege, wird der Sud direkt auf Blätter und Triebe gesprüht. Welke Topfpflanzen erwachen wieder zu neuen Leben, wenn sie ein Wurzelbad in Brennesselsud nehmen. Die Brühe wirkt ebenfalls als Dünger und verhindert Unkrautwachstum um die jeweiligen Pflanzen herum. Wer keine Zeit hat, den Brennesselsud selbst anzusetzen oder nicht die Möglichkeit zum Sammeln hat, kann auf ein entsprechendes Pulver zurückgreifen. Dieses organische Mittel wird im Fachhandel sowie online angeboten und ist genauso effektiv wie der frisch angesetzte Sud.