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Frische Küchenkräuter aus der Kräuterspirale

Frische Küchenkräuter aus der Kräuterspirale

 

Kochen mit frischen Kräutern liegt im Trend. Frische Kräuter haben mehr Aroma und erzielen eine bessere Wirkung. Deshalb legen immer mehr Hobbygärtner auf der Terrasse oder im Garten einen Kräutergarten an. Optisch besonders ansprechend ist die Kräuterspirale. Sie sieht nicht nur gut aus und duftet herrlich, sondern bietet den Küchenkräutern optimale Licht- und Schattenabschnitte.

 

Der eigene Kräutergarten

Die Kräuterspirale ist ein spiralförmig ansteigendes Bauwerk aus Natursteinen und Erde. In der Spirale finden die verschiedensten Kräuter unterschiedliche Standorte vor, die genau den Bedürfnissen und Vorlieben der jeweiligen Küchenkräuter entsprechen. Ein weiterer Vorteil der Kräuterspirale ist, dass viele Pflanzen auf engem Raum gezogen werden können.

Die Natursteine speichern die Sonne
Die Natursteine schaffen ein ein günstiges Kleinklima, weil sie die Sonnenenergie speichern. Zwischen den Natursteinen sind Ritzen und Spalten und diese bieten Eidechsen oder Kröten und anderen Nützlingen eine perfekte Unterkunft.

 

Lust auf eine Kräuterspirale?

Wer Lust auf eine eigene Kräuterspirale hat, muss folgende Punkte beachten:

  • Sonniger Süd-Nord-Standort
  • Das Schotterfundament verhindert Staunässe
  • Ungefähr faustgroße Natursteine verwenden
  • Die erste Reihe der Steinmauer wird spiralförmig gelegt und es werden zwei Kurven eingebaut
  • Schritt für Schritt höher bauen, bis rund 90 Zentimeter erreicht sind
  • Nährstoffreiche Erde einfüllen
  • Wer möchte legt in der Mitte der Kräuterspirale einen kleinen Teich an: er schafft ein feuchtes Mikroklima

 

Unterschiedliche Bodenverhältnisse

Bedingt durch den Aufbau der Kräuterspirale ist es möglich, Kräutern unterschiedlichsten Klimazonen einen optimalen Standort zu bieten. Während die Erde im unteren Teil feucht ist, wird sie oben mit Sand durchmischt und dadurch durchlässiger.

 

Einige Küchenkräuter haben Hausverbot

Die Küchenkräuter wurden im Mittelalter von Mönchen aus dem mediterranen Raum zu uns gebracht und sind heute aus dem Garten und der Küche nicht mehr wegzudenken. Grundsätzlich können jene Kräuter in der Kräuterspirale gepflanzt werden, die man gerne mag und die häufig bei der Zubereitung von Gerichten verwendet werden. Auf einige Kräuter sollte jedoch verzichtet werden. Das sind alle wuchernden Kräuter, wie Liebstöckel, Kapuzinerkresse und die verschiedenen Minze-Arten. Sie würden die anderen Kräuter richtig überwuchern. Diese Kräuter bleiben besser im Topf und nicht frei im Naturstein-Ensemble.

 

Die Einteilung in der Kräuterspirale

Die Kräuterspirale wird in drei Teile, die obere, die untere und die mittlere Zone, eingeteilt.

Im oberen, sonnig trockenen Teil gedeihen am besten:

  • Bohnenkraut
  • Lavendel
  • Salbei
  • Thymian
  • Rosmarin
  • Oregano
  • Majoran
  • Johanniskraut
  • Ysop
  • Estragon

Im mittleren, halbschattigen Teil wachsen gut:

  • Petersilie
  • Schnittlauch
  • Basilikum
  • Koriander
  • Melisse
  • Kümmel

Im unteren, feuchten und schattigen Teil werden folgende Küchenkräuter gepflanzt:

  • Dill
  • Kerbel

 

Nicht alle Küchenkräuter vertragen sich

Die Kräuter wurden in die richtige Zone gepflanzt, die Erde mit Nährstoffen angereichert und auf das Bewässern wurde auch nicht vergessen, dennoch wollen die Kräuter nicht gedeihen? Das liegt daran, weil sich nicht alle Küchenkräuter miteinander vertragen und deshalb nicht nebeneinander gepflanzt werden dürfen. Gut harmonieren Thymian, Salbei, Estragon, Rosmarin und Schnittlauch. Ebenfalls gut vertragen sich Kerbel, Majoran, Ysop, Petersilie und Dill. Keine reiche Ernte ist zu erwarten, wenn Kräuter gemeinsam gepflanzt werden, die nicht so gut miteinander zurechtkommen. Gegenseitig im Wachstum behindern sich beispielsweise Koriander und Fenchel. 

 

Küchenkräuter ernten

Die Küchenkräuter in der Kräuterspirale sollten regelmäßig geerntet werden. Beginnen die Kräuter zu blühen, verlieren sie an Aroma. Deshalb werden die Küchenkräuter geerntet, bevor sich Blütenknospen gebildet haben. Das regelmäßige Schneiden der Pflanzen bewirkt außerdem einen buschigen, kräftigeren Wuchs und das Pflanzenwachstum wird angeregt.

Unser Tipp:
In die Kräuterspirale dürfen auch andere Pflanzen gesetzt werden. Dadurch kommt farbige Abwechslung in die grüne Kräuterlandschaft. Auf buschige Blumen wird besser verzichtet, sonst bekommen die Kräuter zu wenig Sonnenlicht.