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Bekämpfung von Trauermücken auf natürliche Weise

Bekämpfung von Trauermücken auf natürliche Weise

Ohne Gift gegen Trauermücken vorgehen

Fruchtfliegen und Trauermücken werden oft miteinander verwechselt. Während Fruchtfliegen reifes Obst zur Eiablage bevorzugen, entwickelt sich der Trauermücken-Nachwuchs in feuchter Erde. Aus den Eiern der Zweiflügler mit dunkler Körperfärbung schlüpfen nach etwa einer Woche winzige Larven, die sich von organischen Materialien ernähren. Wurzeln stehen ebenfalls auf dem Speiseplan. Deshalb sind Trauermücken im Larvenstadium eine potenzielle Gefahr für alle Pflanzen. Die Schädlinge lassen sich mit synthetisch hergestellten Insektiziden bekämpfen. Für Kräuter, die der Tee- oder Essenszubereitung dienen, stellen Toxine allerdings keine Option dar. Zum Glück gibt es alternative Methoden, die ohne Gift auskommen: 

Kräutersubstrat austauschen. 

Die lästigen, kleinen Mücken gelangen mit befallenen Topfpflanzen oder kontaminierter Blumenerde in die Wohnung. Umtopfen als rigorose Lösung erfordert einen kompletten Austausch des Nährbodens, damit keine infizierten Reste zurückbleiben. Der verseuchte Abfall sollte in der Mülltonne entsorgt werden. 

Pflanzenerde stets etwas antrocknen lassen. 

Ein allzu nasses Milieu in den Kräutertöpfen unterstützt die Ausbreitung von Trauermücken. Zwischen den Gießgängen warten, bis die oberste Erdschicht keine Feuchtigkeit mehr enthält, trägt zur Beseitigung von Trauermücken bei. 

Das Substrat mit Sand bedecken. 

Noch effektiver erweist sich eine Schicht Sand auf der Pflanzenerde. Da Trauermückenweibchen zur Eiablage feuchten Humus favorisieren, machen sie um das feinkörnige Material, das zudem schnell austrocknet, einen großen Bogen. 

Gelbsticker in direkter Umgebung der Pflanzen anbringen. 

Die gelbe Farbe lockt Trauermücken an. Der Kontakt mit dem Klebstoff bedeutet für die Plagegeister das sichere Ende. 

Nematoden zur biologischen Schädlingsbekämpfung einsetzen.

Der Fachhandel bietet Pulver mit Nematoden-Brut an. Mit dem Gießwasser ausgebrachte Fadenwürmer zählen zu den natürlichen Feinden der Trauermückenlarven. 

Knoblauchzehe in die Erde stecken. 

Im Knoblauch befindliche Sulfide sind für die ungebetenen Mitbewohner im Kräutertopf nicht bekömmlich. Ersatzweise verbreiten mit dem Kopf in die Erde gesteckte Streichhölzer schwefelhaltige Substanzen. 

Mehrere Maßnahmen zur Bekämpfung von Trauermücken zur gleichen Zeit steigern den Erfolg. Oftmals ist Geduld gefragt, denn es dauert eine Weile, bis die letzte Larve geschlüpft und alle Mücken eliminiert sind.