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Basolica - die robuste Neuheit von der Krim

Basolica - die robuste Neuheit von der Krim

 

Basilikum ist nach Petersilie das meist gekaufte Küchenkraut. Basolica, die auch als "Russisches Strauchbasilikum" bezeichnet wird, ist eine Mutation, die wohl eher zufällig durch einen Gärtner auf der Halbinsel Krim in einem botanischen Kräutergarten entdeckt wurde. Basolica ist robust und in der Pflege unkompliziert, hat aber dennoch den typischen, frischen Geschmack wie Basilikum.

Mutation ist von dem lateinischen Wort "mutare" abgeleitet, das mit "ändern" oder "verwandeln" übersetzt werden kann. In der Biologie wird eine spontan auftretende Veränderung des Erbgutes, die von dauerhaftem Bestand ist, als Mutation bezeichnet. 

 

Was ist so besonders an Basolica?

Die Gewürzpflanze Basilikum (Ocimum basilicum) gehört zur Familie der Lippenblütler. Insbesondere in der italienischen Küche ist sie eines der am meisten verwendeten Gewürze. Die äußerlichen Unterschiede von Basolica bestehen darin, dass Basolica keine Blüten entwickelt und ein recht dichtes, verzweigtes Blätterdach ausbildet. Da sie keine Samen erzeugt, kann sie ausschließlich vegetativ vermehrt werden. Während Basilikum lediglich eine einjährige Pflanze ist, kann man das Kraut der Basolica mehrere Jahre ernten.

Hervorzuheben ist auch ihr gesunderkräftiger Wuchs, der sogar bei ungünstigen Witterungsbedingungen positiv auffällt. Bei noch kalten Frühsommer-Nächten sowie im Herbst färben sich die großen Blätter des Basilikums schnell gelb ein. Basolica ist dagegen deutlich unempfindlicher und kann noch Nachttemperaturen von plus fünf Grad Celsius mühelos vertragen. 

Die kräftigen Basolica-Blätter sind kaum anfällig gegen Blattläuse oder andere Schädlinge. Daher wird Basolica gern in Bio-Betrieben gezogen. 

Wenn Basilikum während seiner Blütenausbildung geerntet wird, kann sich dies ziemlich ungünstig auf den Geschmack auswirken. Bei Basolica kommt so etwas wegen der fehlenden Blüten grundsätzlich nicht vor. Ihre Blätter können prinzipiell das ganze Jahr über geerntet werden. 

 

Ständige Ernte bei einfacher Pflege

Diese robuste Selektion gedeiht im Freien gut in Töpfen mit Durchmessern von 20 bis 30 Zentimetern. Die Wachstumsperiode reicht von Mai bis Oktober, wobei die Pflanze die Sonne liebt, aber im Halbschatten auch noch gut klarkommt. Während der kalten Jahreszeit sollten die Töpfe im Innenraum hinter einem sonnigen Fenster aufgestellt werden. Ideal ist natürlich immer ein temperierter Wintergarten.

Auf diese Weise können die Triebe sogar im Winter fortlaufend geschnitten werden. Da die Pflanze zu den sogenannten Starkzehrern gehört, sollte dem Gießwasser, insbesondere im Sommer, ungefähr alle zwei Wochen ein Dünger hinzugefügt werden. Geerntet werden entweder ganze Triebe oder nur die Triebspitzen. Durch den konsequenten Rückschnitt wird der Verholzung vorgebeugt und der Neuaustrieb wird zugleich befördert. 

 

Basolica in der Küche

Das typische Basilikumaroma ist bei der Basolica recht stark ausgeprägt. Ihre roten Stängel mit ihrem strauchigen, aufrechten Wuchs und die mittelkleinen Blätter erinnern sehr an Griechisches Strauchbasilikum. Basolica passt hervorragend zu frischen Salaten (mit Tomaten), zu fast allen Eier- und Nudelgerichten und selbstverständlich zu Gemüse. Alle Gerichte, die Tomaten und Knoblauch enthalten, sind prädestiniert für Basolica. Pestos und Kräutersoßen sowie die gute alte Pizza erfahren mit Basolica geschmackliche Bereicherung. Darüber hinaus werden Kalb-, Lamm-, Fisch- und Geflügelgerichte mit Basolica gewürzt. In harmonischer Eintracht befindet sich Basolica auch mit den Gewürzen:

  • FenchelBasolica_1
  • Koriander
  • Salbei
  • Knoblauch
  • Rosmarin
  • Oregano
  • Thymian

Damit die Basolica ihren angenehm frischen Geschmack nicht verliert, sollte sie nicht die ganze Zeit mitgegart werden, sondern erst ganz am Ende zum Beispiel zur Garnierung aufgebracht werden. Zur längeren Aufbewahrung kann Basolica getrocknet oder in Öl eingelegt werden.